KI im FM: Wie AI vom Trendbegriff zur echten Arbeitserleichterung wird

Ein leistungsstarkes CAFM-System wie Campos entfaltet seinen grössten Mehrwert erst dann, wenn es mit hochwertigen Daten gefüttert wird. Doch genau hier liegt in der Praxis oft die grösste Hürde: Die Datenerfassung vor Ort ist zeitintensiv, das Personal ist ohnehin knapp bemessen und die korrekte Aufnahme von technischen Anlagen erfordert spezifisches Fachwissen. Als Systemlieferant wissen wir: Nur mit einer soliden Datenbasis können wir Ihnen echten Mehrwert und reibungslose Prozesse garantieren. Wie also schlagen wir die Brücke zwischen knappen Ressourcen und dem Bedarf an guten Anlagendaten?

Michael Jossen
  • Michael Jossen
  • Projektleiter
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02.04.2026

Unser Ansatz: Praxisnahe Innovation statt leerer Worte

Künstliche Intelligenz – kurz KI oder englisch AI (Artificial Intelligence) – ist aktuell der wohl am meisten genutzte Trendbegriff der Branche. Anstatt jedoch nur darüber zu reden, haben wir uns im Entwicklungsteam gefragt, wie wir die AI-Technologie nutzen können, um ein alltägliches, handfestes Problem unserer Kundschaft zu lösen. Das Ergebnis ist unser neuester Prototyp, der bei uns intern aktuell unter dem charmanten Arbeitstitel «Dingsbums-Scanner» läuft.

So funktioniert's: Fotografieren, Scannen, Plausibilisieren, Fertig 

Der Ablauf vor Ort ist denkbar einfach: Der Nutzer bzw. die Nutzerin macht mit dem mobilen Gerät lediglich ein oder mehrere Bilder der Anlage – beispielsweise eine Gesamtansicht und eine Nahaufnahme des Typenschilds. Anschliessend läuft der Scan. Im Hintergrund arbeitet dabei ein von uns speziell auf FM-Bedürfnisse trainiertes AI-Modell. Der smarte AI-Scanner erkennt die Anlage und liest sämtliche sichtbaren Attribute zuverlässig aus. Egal ob Typ/Modell, Seriennummer oder Herstellerspezifikationen – die AI erkennt die Daten und ordnet sie vollautomatisch den richtigen Feldern im System zu. Nach der Plausibilisierung landen die erfassten Anlagendaten inklusive aller Bilder auf Knopfdruck direkt und strukturiert im richtigen Raum in Campos.

Der Praxistest: AI-Scanner vs. manuelle Erfassung

Um den echten Mehrwert zu beweisen, haben wir den Prototyp einem direkten Härtetest vor Ort unterzogen und die manuelle Erfassung mit dem neuen AI-Scanner verglichen. Die Erkenntnisse sprechen eine klare Sprache:

  • Massive Zeitersparnis: Die Erfassung einer Anlage dauert nur noch einen Bruchteil der bisherigen Zeit. Das mühsame Abtippen vor Ort oder die spätere Übertragung im Büro entfallen komplett.

     

  • Höchste Datenqualität & Standardisierung: Typische Fehlerquellen wie Zahlendreher bei ellenlangen Seriennummern gehören der Vergangenheit an. Zudem sorgt die AI für eine saubere, einheitliche Struktur bei der Datenablage, was spätere Auswertungen enorm erleichtert.

     

  • Mensch und Maschine als perfektes Team: Theoretisch ist die Bedienung der App so einfach, dass auch ein Nicht-Fachmann die Anlagen fotografieren könnte. Unser Praxistest zeigt jedoch klar die Grenzen auf: Ein Laie übersieht schnell versteckte, aber betriebsrelevante Komponenten oder ist bei der Erfassung komplexer Anlagen schlicht überfordert. Die AI ist letztlich immer nur so gut wie der Mensch, der sie anleitet. Der Scanner übernimmt zuverlässig die fehleranfällige Fleissarbeit, doch das geschulte Auge einer Fachperson bleibt für die anschliessende Plausibilisierung unerlässlich, damit am Ende keine Datenlücken entstehen und das Gesamtbild stimmt.

Wie geht es weiter? 

Wir testen den Prototypen aktuell intensiv weiter, feilen an den technischen Details und verbessern das Modell kontinuierlich für den Praxiseinsatz. Unser Anspruch ist es, eine Lösung anzubieten, die Ihre Ressourcen spürbar schont und die Datenqualität in Campos nachhaltig steigert. Wir nehmen uns die nötige Zeit für diese Entwicklungsschritte und werden Sie über die weiteren Fortschritte und die Form der Bereitstellung informieren, sobald wir die nächsten Meilensteine erreicht haben – bleiben Sie gespannt!