Vom Smartphone-Video aus dem Technikraum direkt ins CAFM: Campos und flint lassen sich nun integrieren
Anlagendaten bilden die Grundlage für Wartung, Budgetierung, Ausschreibungen und Betreiberverantwortung. Sind sie unvollständig oder veraltet, kostet das jeden Tag Geld. Neu lassen sich Campos und flint direkt verbinden: Die bei einer Smartphone-Begehung mittels Video erfassten Anlagendaten fliessen direkt ins CAFM – samt Bildern und eBKP-H-Klassifikation. Und das Beste daran: bis zu 10-mal schneller.
25.08.2026
Jeder kennt das Problem. Neu ist die Rechnung.
Dass Anlagendaten in der Regel lückenhaft und veraltet sind, muss man im Facility Management niemandem erklären. Jeder kennt die Excel-Liste, die seit der Objektübernahme nicht mehr angefasst wurde. Jede kennt die Anlage, die in keinem Wartungsplan auftaucht — bis sie ausfällt.
Interessanter ist die Frage, warum das so bleibt.
Das geschieht nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil das Erfassen bisher oft teurer war als der Schaden durch fehlende Daten. Eine vollständige Aufnahme dauert Monate, eine Aktualisierung nach der nächsten Sanierung verursacht fast denselben Aufwand. Also wird priorisiert: zuerst die wichtigsten Objekte und die grössten Anlagen, der Rest später. Angesichts der bisherigen Kosten ist das eine nachvollziehbare Entscheidung.
Genau diese Kosten haben sich verschoben.
Durch die Integration von Campos und flint läuft die Erfassung bis zu 10-mal schneller als von Hand. End-to-end ist der Prozess bis zu 60 % günstiger als der manuelle Weg bei einem vollständigen Audit-Trail mit Bildern und Videos. Aus Monaten Erfassung werden Tage.
Vom Video ins System
Eine Begehung mit dem Smartphone reicht. Wer durch den Technikraum läuft und filmt, erhält von flint ein strukturiertes Anlagenverzeichnis, und dieses landet über die Integration direkt in Campos. Ohne Abtippen, ohne Formatkonvertierung, ohne manuelle Zwischenschritte.
Mitgeliefert werden dabei nicht nur die rohen Daten. Jede erfasste Anlage enthält Attributen wie Typ, Bezeichnung, Hersteller, Baujahr und Mängel. Hinzu kommen Bilder, die flint direkt aus dem Video extrahiert und der Anlage zuordnet, sowie die automatisch erstellte eBKP-H-Klassifizierung – all das ohne manuelle Zuordnung. Jeder Eintrag bleibt mit seinem Quellmaterial verknüpft: Wer wissen will, woher ein Wert stammt, sieht sich die Videosequenz an, aus der er gelesen wurde.
In Campos fliessen die Daten in das Modul Gebäudedokumentation und stehen dort sofort für Aufträge, Instandhaltungsplanung und Betreiberverantwortung zur Verfügung.
Was sich damit ändert
Wenn eine Erfassung nur Tage statt Monate dauert, ändert sich nicht nur ein Budgetposten. Es stellt sich eine grundlegende andere Fraget.
Bisher: Welche Objekte können wir uns leisten zu erfassen?
Neu: Wie aktuell sollen unsere Daten sein?
Erfassung hört auf, ein Projekt zu sein, und wird zur Routine — nach der Sanierung, bei der Objektübernahme, vor der Ausschreibung. Was daraus im Betrieb folgt:
- Ausschreibungen auf realen Beständen. Wer den tatsächlichen Anlagenbestand ausschreibt, erhält vergleichbare Offerten — und zahlt die Differenz nicht später als Nachtrag.
- Betreiberverantwortung wird belegbar. Jeder Eintrag ist mit Bild und Videosequenz hinterlegt. Im Schadenfall zählt, was dokumentiert ist.
- Mandate lassen sich sauber kalkulieren. FM-Dienstleister rechnen auf dem realen Bestand statt auf einer Schätzung. Die Marge steht vor Betriebsstart fest, nicht nach dem ersten Jahr.
- Lebenszyklusplanung statt Bauchgefühl. Mit Baujahr und Zustand pro Anlage wird aus dem Instandsetzungsbudget eine Rechnung.
Datenqualität im CAFM ist damit keine IT-Frage. Sie ist eine Frage von Haftung und Marge — und neu eine, die sich lösen lässt.
„Unsere Kundinnen und Kunden wussten immer, welche Daten ihnen fehlen. Was gefehlt hat, war ein Weg, sie ohne Grossprojekt zu bekommen. Genau den gibt es jetzt“, sagt Michael Ulli, Geschäftsführer der ICFM AG.
„Anlagendaten sind kein Selbstzweck. Sie haben erst dann einen Wert, wenn sie in dem System liegen, in dem täglich gearbeitet wird. Campos ist genau dieses System für viele Schweizer Betreiber — deshalb war die Integration der logische nächste Schritt“, sagt Thomas Kessler, Gründer und CEO von flint.
Erste gemeinsame Kunden nutzen die Verbindung beider Systeme bereits produktiv.
Verfügbarkeit
Die Integration steht ab sofort für alle Kundinnen und Kunden von Campos zur Verfügung. Interessierte melden sich bei ihrem Ansprechpartner von ICFM oder flint oder unter [email protected].
Über flint
flint ist ein Schweizer Proptech-Unternehmen mit Sitz in Küsnacht und wurde 2025 von Thomas Kessler und Fabio Bernasconi gegründet. flint verwandelt Dokumente und Gebäudebegehungen mit multimodaler KI in ein lebendes, verifiziertes Anlagenregister — vom Serviceprotokoll bis zum Smartphone-Video. Facility- und Real-Estate-Teams kommen so vom Datenchaos zu strukturierten, laufend aktualisierten Gebäudedaten.